„Die Kinder müssen einfach Spaß am Fußball haben“

„Die Kinder müssen einfach Spaß am Fußball haben“

Interview mit dem zukünftigen U9-Trainer Zoran Juranovic

Die neue Saison wirft in der Schängel-Schmiede bereits ihre Schatten voraus. „Unsere Arbeit hat schon begonnen“, sagt Zoran Juranovic (rechts im Bild neben Nachwuchsleiter Manuel Moral). Der 39-Jährige, zurzeit noch U8-Trainer beim FC Germania Metternich, übernimmt zur kommenden Saison die neue U9, die im Sommer den Spielbetrieb aufnimmt.
Wir sprachen mit dem früheren Oberligaspieler der Sportfreunde Eisbachtal über den aktuellen Stand der Planungen, die Wichtigkeit einer gezielten Nachwuchsförderung und das richtige Training im F-Jugendalter.
Wie groß ist bei dir schon die Vorfreude auf die neue Aufgabe?
Zoran Juranovic: Ich bin gespannt auf die Zusammenarbeit. Die TuS Koblenz ist ein ambitionierter Verein. Ich freue mich sehr, hier neu einzusteigen und hoffe, dass wir eine gute Truppe zusammenbekommen. Es ist nicht so einfach, eine ganz neue Mannschaft zusammenzustellen. Unsere Arbeit hat schon begonnen, wir sind bereits am Sichten und Scouten: Wer hat richtig Spaß am Fußball? Wer könnte zur TuS passen? Der eine oder andere ist uns schon ins Auge gefallen.
Auch bei der Talentsichtung am 17. März kann jeder sein Können unter Beweis stellen und sich für die neue U9 empfehlen.
Juranovic: Ja, genau! Wir freuen uns schon auf die Talentsichtung und hoffen auf möglichst viele Anmeldungen. Es wäre schön, wenn viele talentierte Jungs vorbeikommen, um gemeinsam zu trainieren und Fußball zu spielen.
Wo liegen die Schwerpunkte, wenn man eine F-Jugend trainiert?
Juranovic: Der Spaß steht natürlich im Vordergrund, ganz klar. Die Jungs müssen einfach Spaß am Fußball haben. Gleichzeitig sind aber auch die Grundlagen enorm wichtig. Viel mit dem Ball arbeiten, viel passen, kombinieren – darauf kommt es an. Kein großartiges Krafttraining, denn das brauchen die Jungs einfach noch nicht. Wichtiger ist es, viel im Grundlagenbereich zu arbeiten.
Auch der soziale Aspekt, insbesondere der Umgang miteinander, dürfte in diesem Alter eine große Rolle spielen.
Juranovic: Ja, die Jungs müssen wissen, wie sie sich zu verhalten haben und dass es bestimmte Regeln gibt. Auch darüber werden wir mit ihnen reden. Struktur, Disziplin und Ordnung gehören einfach dazu, da ist die Messlatte sehr hoch. Mir persönlich ist das auch sehr wichtig, weil ich selbst aus dem ambitionierten Fußball komme.
Neben der Talentsichtung für die neue F- und E-Jugend bietet die TuS auch den alljährlichen Talenttag sowie regelmäßige Feriencamps an. Wie wichtig ist eine gezielte Nachwuchsförderung?
Juranovic: Sehr wichtig! Bei den Kleinen fängt es an. Wenn man keine Jugendarbeit betreibt, kann auch weiter oben nichts bestehen und dann wird es schwierig. Die Jugend ist die Zukunft eines Vereins.
Du bist selbst Vater von vier Kindern. Hilft dir das bei deiner Arbeit auf dem Trainingsplatz?
Juranovic: Ich denke schon, dass ich dadurch das gewisse Fingerspitzengefühl mitbringe. Dass ich weiß, wann man ein Kind in den Arm nehmen muss oder wann man es auch mal ein bisschen mehr fordern kann. Ich arbeite unheimlich gerne mit Kindern, sonst würde ich das auch nicht schon so viele Jahre machen. Mich freut es, mein Wissen und meine Erfahrung weiterzugeben. Wenn man mit den Jungs zusammenarbeitet und dann die Fortschritte sieht, ist das immer wieder etwas Schönes. Die Arbeit mit den Kindern macht mir großen Spaß.
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