Studie zur öffentlichen Wahrnehmung der TuS: „Ein Zugpferd der Region“

Studie zur öffentlichen Wahrnehmung der TuS: „Ein Zugpferd der Region“

Projektteam des Instituts für Sportmanagement am RheinAhrCampus Remagen präsentierte die Ergebnisse

„Die TuS Koblenz ist ein Zugpferd der Region“, las Christopher Geis aus einer Vielzahl von Zitaten einer qualitativen Studie über die TuS Koblenz und ihr Image vor. Im Rahmen eines Semesterprojekts haben Geis und sieben weitere Studierende des Instituts für Sportmanagement am RheinAhrCampus Remagen die öffentliche Wahrnehmung der TuS Koblenz in der Region untersucht und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet. In der Sportschule Oberwerth wurden nun die Ergebnisse der wissenschaftlichen Analyse präsentiert.

Ein größerer Zusammenhalt, eine verbesserte Kommunikation und ein verstärktes Gemeinschaftsgefühl – die Veränderungen, die die insgesamt 258 Studienteilnehmer seit dem vergangenen Sommer beim Fußball-Oberligisten ausgemacht haben, sind vielfältig. Befragt wurden sowohl Stadionbesucher als auch Passanten in der Koblenzer Innenstadt. „Dabei kam heraus, dass der Verein von vielen mittlerweile als demütiger angesehen wird“, führte Geis gleich zu Beginn seines Vortrags aus und schob hinterher: „Die Befragten gaben außerdem an, dass sie innerhalb des Klubs neue Strukturen erkennen.“ Ein höheres Maß an Offenheit und Ehrlichkeit seien das Ergebnis. „All diese Veränderungen wurden positiv aufgefasst“, so Geis.

Doch was verbinden die Menschen in der Region generell mit der TuS Koblenz? Auch darüber gab die Befragung Aufschluss. Stichworte wie Traditionsverein, Fankultur, familiäre Atmosphäre und eine erfolgreiche Jugendarbeit fielen in diesem Zusammenhang am häufigsten. Geis und sein Projektteam haben aber noch etwas anderes ausgemacht: „Der Name TuS Koblenz erweckt Heimatgefühle. Das war besonders unter den Passanten in der Stadt festzustellen.“

Auch die Frage nach dem Image des Vereins wurde in der Studie beantwortet. Über 85 Prozent der Teilnehmer stimmten der Aussage zu bzw. eher zu, dass die TuS Koblenz jugendorientiert, familiär und sozial sei. In puncto Bodenständigkeit und Zielstrebigkeit erhielt der Verein von den Befragten ebenfalls hohe Zustimmungswerte (jeweils über 75 Prozent).

Neben den reinen Umfrageergebnissen präsentierten die Studierenden auch Handlungsempfehlungen. „Regelmäßige Familientage, die in den Spieltag integriert werden, stärken beispielsweise die Identifikation mit dem Verein“, erläuterte Annika Regneri. Der vermehrte Einsatz von Printmedien könne zudem die öffentliche Wahrnehmung des Klubs positiv beeinflussen. „Plakate und Flyer helfen dabei, noch mehr Leute aus der Region, auch außerhalb von Social Media, zu erreichen“, so Regneri.

Die Studentin setzte in ihrer sogenannten SWOT-Analyse Chancen, Risiken, Stärken und Schwächen in Bezug und stellte dabei fest: „Die Jugendarbeit ist eine Stärke der TuS, die auch als Chance gesehen werden kann. Sie wird in jeglicher Hinsicht als sehr positiv dargestellt.“ Dem stimmte auch Walter Desch, Präsident des Fußballverbandes Rheinland, zu: „In Sachen Jugendförderung liegen die TuS und wir genau auf einer Wellenlänge.“ TuS-Präsidiumsmitglied Remo Rashica bekräftigte in diesem Zusammenhang, dass der unter Trainer Anel Dzaka eingeschlagene Weg mit vielen Nachwuchsspielern aus der eigenen Jugend der richtige sei: „Diesen Weg müssen und werden wir auch weiter verfolgen.“

In einer offenen Diskussionsrunde schalteten sich auch die anwesenden Hans-Peter Schössler (ehemaliger Geschäftsführer von Lotto Rheinland-Pfalz) und Milan Sasic (früherer TuS-Trainer) mit ein. „Die Ergebnisse, die heute präsentiert wurden, stellen eine ungemein wertvolle Hilfe für die TuS Koblenz dar“, lobte Schössler die Arbeit der Studierenden.

Dass die Studienteilnehmer im Rahmen der Befragung auch konstruktive Kritik übten und aufzeigten, in welchen Bereichen ihrer Meinung nach noch Verbesserungspotenzial bestehe, bewertete Sasic positiv: „Kritiken sind immer willkommen, sie helfen dem Verein weiter. Mir sind Leute, die etwas kritisieren, lieber als solche, die in allen Punkten immer nur zustimmen. Denn nur diejenigen, die wirklich Interesse an der Sache haben, kritisieren auch. Diese Kritiken sind ein Ansporn zur stetigen Weiterentwicklung und Verbesserung.“ Ähnlich äußerte sich zum Abschluss der Veranstaltung auch Rashica: „Wir ziehen aus der Studie nicht nur viele neue Erkenntnisse, sondern nehmen auch Anregungen mit, wo wir noch anpacken müssen. Gleichzeitig ist erfreulich festzustellen, dass viele der aufgeführten Handlungsempfehlungen bereits im Gange sind. Wir müssen Geduld haben und auch in Zukunft weiter offen, ehrlich und transparent arbeiten.“

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