Finale oho: Schängel ziehen nach Pokalkrimi ins Endspiel ein!

Finale oho: Schängel ziehen nach Pokalkrimi ins Endspiel ein!

4:1 nach Verlängerung bei den Sportfreunden Eisbachtal

Die TuS Koblenz hat zum dritten Mal in Folge das Endspiel des Rheinlandpokals erreicht. Nach spannenden 120 Minuten setzte sich die Mannschaft von Trainer Anel Dzaka verdient mit 4:1 (1:1, 1:0) bei den Sportfreunden Eisbachtal durch. Im Finale am 25. Mai treffen die Schängel in Bad Neuenahr-Ahrweiler auf den FSV Salmrohr, der das zweite Halbfinale gegen den SV Mehring mit 2:0 gewann.

Die zahlreichen TuS-Fans unter den gut 1000 Zuschauern erlebten wie schon in den Runden zuvor einen packenden Pokalfight ihrer Mannschaft. Nach frühen ersten Angriffsversuchen auf beiden Seiten durch den unermüdlich rackernden Koblenzer Eldin Hadzic (5.) und den Eisbachtaler Jannik Ernet (7.) nahm das Spiel ab der 30. Minute so richtig Fahrt auf. Die Schängel waren gerade nach einem sehenswerten Spielzug durch Amodou Abdullei mit 1:0 in Führung gegangen. Der Torjäger verwertete freistehend aus kurzer Distanz einen präzisen Flankenball von Justin Klein, der zuvor auf dem rechten Flügel von Rudolf Gonzalez in Szene gesetzt wurde.

Fast im direkten Gegenzug waren die Schängel im Glück, dass der ehemalige Koblenzer Julius Duchscherer nach einer Einzelleistung nur den rechten Pfosten traf (33.). Schlag auf Schlag ging es weiter. Felix Könighaus mit einem Schuss von links (37.) und auf der anderen Seite der aufgerückte Sportfreunde-Kapitän Andreas Hundhammer per Kopf (42.) kamen zu den nächsten Chancen in einer immer rasanter werdenden Partie. Mit dem Pausenpfiff scheiterte Klein am Außennetz, nachdem er zuvor von rechts in den gegnerischen Strafraum eingedrungen war.

Nicht minder spannend verlief der zweite Durchgang. Neun Minuten nach Wiederanpfiff kam die TuS durch den schnellen Alen Muharemi zu einer vielversprechenden Kontergelegenheit. Der Koblenzer eroberte sich auf Höhe der Mittellinie den Ball, sprintete mit Tempo los, wurde dann aber beim Abschluss noch entscheidend von Julian Hannappel gestört.

Mitte der zweiten Hälfte hatten beide Seiten einen Treffer auf dem Fuß. Zunächst verhinderte TuS-Keeper Dieter Paucken mit einer starken Parade gegen Lukas Reitz den Ausgleich (63.), dann verpasste der dominikanische Nationalspieler Gonzalez nach einem Flankenball von Klein das 2:0 (67.). Apropos Klein: Auch er hatte die Vorentscheidung vor Augen, doch Torwart Daniel Erbse rettete mit einer glänzenden Fußabwehr (72.).

Fünf Minuten nach dieser Großchance gelang Eisbachtal der überraschende Ausgleich. Eine Flanke von links verwertete Steffen Meuer mit dem Kopf ins lange Eck. Angestachelt vom Gegentreffer setzten die Schängel zur Schlussoffensive der regulären Spielzeit an. Den stürmenden Koblenzern war deutlich anzumerken, dass sie einer Verlängerung aus dem Weg gehen wollten. So sorgte Könighaus mit einem direkten Freistoß für Torgefahr (82.), und auch der eingewechselte Felix Käfferbitz tauchte noch zweimal gefährlich vor dem gegnerischen Kasten auf (86., 90.). Ein Tor wollte aber nicht fallen, sodass es in die Verlängerung ging.

Hier scheiterte Käfferbitz wiederum nur denkbar knapp (93.). Drei Minuten später brandete unter den TuS-Fans Jubel auf, als es nach einem Foulspiel an Könighaus Elfmeter gab. Der an diesem Abend bärenstarke Kapitän Michael Stahl übernahm die Verantwortung und versenkte die Kugel eiskalt in die Maschen.

Die Schängel führten nun also wieder, doch noch waren in einem nervenaufreibenden Pokalkrimi quälend lange 25 Minuten zu spielen. Und tatsächlich mussten die Koblenzer noch einmal kräftig durchatmen, als Meuer den Ball freistehend über das Tor zielte (102.). Dann aber stieß Giovani Lubaki die Tür zum Finaleinzug ganz weit auf. Nach starker Vorarbeit von Klein markierte der Joker das vorentscheidende 3:1 (115.).

Es kam sogar noch besser für die Schängel, die über die gesamten 120 Minuten mit ganz viel Herz und Leidenschaft agierten. Denn Kraftpaket Hakeem Araba gelang kurz vor dem Schlusspfiff noch das 4:1. Nachdem der Brite den Keeper ausgespielt hatte, schob er das Leder ins leere Tor ein – der letzte Akt einer weiteren magischen Pokalnacht!

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