Interview mit Manuel Moral: „Wir haben großes Vertrauen in unseren Nachwuchs“

Interview mit Manuel Moral: „Wir haben großes Vertrauen in unseren Nachwuchs“

Der Nachwuchsleiter im Gespräch

Er ist nicht nur Co-Trainer der Oberligamannschaft sondern gleichzeitig auch Nachwuchsleiter: Die Rede ist von Manuel Moral. „Unsere Philosophie ist es, so viele Spieler wie möglich aus der eigenen Jugend in der ersten Mannschaft zu sehen“, sagt Moral im Interview.

Seit dem vergangenen Sommer bist du Nachwuchsleiter bei der TuS Koblenz. Vieles hat sich seither im Jugendbereich bewegt. Wie lautet dein erstes Zwischenfazit?

Manuel Moral:
Wenn wir unsere Ziele mittel- und langfristig erreichen wollen, geht das nur mit harter Arbeit. Deswegen haben wir in den letzten Monaten auch viel Zeit investiert. Nehmen wir doch die Schängel-Fußballschule als Beispiel: Als ich hier angefangen habe, waren sieben, acht Kinder angemeldet. Heute sind es um die 50. Diese Entwicklung ist einfach toll zu sehen.

Ein weiterer erfreulicher Aspekt ist, dass es zur neuen Saison wieder eine F-Jugend geben wird.

Moral:
Ja, genau. In diesem Alter fangen Kinder in der Regel mit dem Fußballspielen an. Wir geben ihnen die Chance, dies bei der TuS Koblenz zu tun. Dadurch schaffen wir auch eine Verbindung zum Verein, die Kinder werden früh ein Teil der TuS, tragen mit Stolz ihr erstes Trikot von ihrem Heimatverein. Natürlich ist der Spaß in diesem Alter ganz wichtig, deswegen organisieren wir auch viele verschiedene Aktivitäten. Gleichzeitig wollen wir die Kinder aber auch bestmöglich fördern und weiterentwickeln – mit dem großen Ziel, dass daraus irgendwann zum Beispiel neue Spieler der Sorte von Felix Könighaus und Leon Waldminghaus werden.

Du sprichst es an: Könighaus und Waldminghaus sind wohl Paradebeispiele für eine erfolgreiche Jugendarbeit.

Moral:
Beide haben einen großen Schritt gemacht, stehen regelmäßig in der Startelf und spielen bisher eine tolle Saison. Wir wissen, dass wir viele talentierte Spieler in den eigenen Reihen haben. Unsere Philosophie ist es, so viele Spieler wie möglich aus der eigenen Jugend in der ersten Mannschaft zu sehen. Das ist natürlich keine einfache Aufgabe, aber wir haben großes Vertrauen in unseren Nachwuchs. Unser Ausbildungskonzept sieht vor, dass die Spieler mit 18, 19 Jahren bereit sind für den Sprung in die erste Mannschaft. Bereits jetzt schon trainieren Spieler aus der U19 regelmäßig mit dem Oberligakader mit.

Wie ist der aktuelle Stand der Planungen für die neue Saison?

Moral:
Die Planungen laufen schon seit Wochen und Monaten. Ein großer Teil des Trainerteams für die neue Saison steht bereits. Es ist immer gut, so früh wie möglich mit den Planungen zu beginnen. Wir werden in Zukunft auch ein paar neue Bereiche in der Jugend schaffen. Denn eine vernünftige Struktur ist wichtig, um den nächsten Schritt im Leistungsbereich zu gehen.

In der Kommunikation mit anderen Vereinen – bspw. wenn ein Jugendspieler zum Probetraining eingeladen werden soll – ist dir ein offener und ehrlicher Austausch ein großes Anliegen.

Moral:
Ja, das stimmt. Transparenz ist hier ganz wichtig. Wir müssen mit den Vereinen in der Region eng zusammenarbeiten. Dies ist nur möglich, wenn gegenseitiges Vertrauen herrscht und es zwischen den Vereinen eine gute Beziehung gibt.

Soziales Engagement liegt dir besonders am Herzen. So hat etwa die U11 zuletzt mit dem Kapitän der deutschen Nationalmannschaft der Amputierten trainiert, zudem werden am kommenden Feriencamp auch Kinder von der Caritas teilnehmen. Ist in dieser Richtung noch mehr geplant?

Moral:
Auf jeden Fall. Der Fußball hat eine große Kraft und ist ein sehr wichtiger Teil in unserer Gesellschaft. Wir werden auch in Zukunft verschiedene soziale Projekte unterstützen. Denn wir haben als Fußballverein auch eine Verantwortung. Es gehört zu unseren Aufgaben, dass wir unseren Spielern Werte wie gegenseitigen Respekt, Toleranz und Sozialkompetenz vermitteln.

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