Interview mit Anel Dzaka: „Der Zusammenhalt ist beeindruckend“

Interview mit Anel Dzaka: „Der Zusammenhalt ist beeindruckend“

Der TuS-Trainer im Gespräch (Foto: Didi Mühlen)

„Wir sind auf dem richtigen Weg und werden diesen weiter Schritt für Schritt gehen“, sagt Anel Dzaka. Nach einer spannenden Oberligasaison sprachen wir mit dem Trainer der TuS Koblenz über das abgelaufene Jahr, die jungen Wilden in der Mannschaft und die Planungen für die neue Saison.

Seit knapp zwei Wochen ruht der Ball, die Saison 2018/19 ist Geschichte. Wie fällt dein Fazit aus nach dem vierten Platz in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar?

Anel Dzaka:
Zunächst einmal ein großes Dankeschön an alle Beteiligten für die Unterstützung im letzten Jahr. Wir haben eine super Saison gespielt. Die ganze Mannschaft hat sich toll weiterentwickelt und eine hervorragende Arbeit geleistet. Natürlich ist es schade, dass wir uns am Ende nicht mit dem Rheinlandpokal belohnen konnten. Dennoch war es insgesamt eine tolle Saison von uns allen.

Die jungen Wilden haben in dieser Saison für reichlich Furore gesorgt. Gleich sieben Nachwuchsschängel gaben unter dir ihr Oberligadebüt. Wie sehr freut dich diese Entwicklung?

Dzaka:
Das ist natürlich absolut schön zu sehen und muss auch weiter unser Weg sein. Jeder Einzelne ist in diesem Jahr besser geworden. Die Entwicklung ist auch ein Verdienst aller Jugendtrainer im Verein, die das ganze Jahr über sehr gute Arbeit geleistet haben. Es ist toll, dass wir so viele Koblenzer Jungs, so viele Schängel bei uns in der Mannschaft haben. Ich bin mir sicher, dass noch einige dazu kommen werden. Wir haben in der A-Jugend viele interessante Jungs, fast alle haben auch schon mal bei uns mittrainiert. Mit U19-Trainer Zlatibor Sasic und dem künftigen U17-Coach Cihan Akkaya stehen wir in einem engen Austausch. Es muss auch weiterhin unser Ziel sein, jeden Einzelnen zu verbessern. Dann werden wir auch in Zukunft weiter viel Spaß an den Jungs haben.

Du sprichst die Jugendarbeit bei der TuS Koblenz an. Wie sehen hier die Planungen für die neue Saison aus?

Dzaka:
Aktuell sind Michael Stahl und ich im sportlichen Bereich nicht nur für die erste Mannschaft verantwortlich, sondern auch für die Jugend. Wir freuen uns, dass bis auf eine Position alle Trainerstellen schon besetzt sind. Besonders froh sind wir, dass mit Kerim Arslan und Patrick Wagner auch zwei als Jugendtrainer zu uns stoßen, die über TuS-Stallgeruch verfügen. Wir werden auch in der Zukunft versuchen, Ehemalige mit TuS-Vergangenheit an den Verein zu binden.

Wie läuft die Kaderplanung für die neue Saison?

Dzaka:
Die Planungen sind in vollem Gange. Auch in der neuen Saison wird es wieder so sein, dass wir nur alle gemeinsam etwas bewegen können. Ich bin zuversichtlich, dass der Kern gehalten werden kann. Zusammen mit Michael Stahl, der mir sehr viel hilft, befinden wir uns in guten Gesprächen. Die Konsolidierung des Vereins steht bei alledem im Vordergrund.

Das klingt trotz Sommerpause nach reichlich Arbeit. Bleibt da überhaupt Zeit zur Erholung?

Dzaka:
Die Spieler können natürlich abschalten, was nach dieser langen Saison auch wichtig ist. Für mich als Trainer gibt es trotz Sommerpause aktuell viel zu tun. Mit einem großen Urlaub wird es nichts, ein paar freie Tage mit meiner Familie springen aber raus, um zumindest ein wenig neue Kraft zu tanken.

Und dann geht’s voller Elan in die neue Saison.

Dzaka:
Ich bin immer mit sehr viel Herz und Leidenschaft bei der Sache. Koblenz ist mein Zuhause, ich bin gerne Trainer der TuS und hoffe, dass ich das auch noch viele Jahre sein kann. An dieser Stelle auch ein Dank an die Verantwortlichen, dass sie sich dafür entschieden haben, den gemeinsamen Weg weiterzugehen. Ich freue mich, hier zu sein.

Lass uns zum Schluss noch über das Umfeld, die Fans, den Zusammenhalt sprechen.

Dzaka:
Diesen Zusammenhalt gab es lange nicht. Ich habe hier als Spieler viele schöne und auch weniger gute Zeiten erlebt. Aber das aktuell ist schon beeindruckend und etwas ganz Besonderes. Wie die Fans auch nach dem schwierigen Saisonstart weiter hinter uns standen und wie wir dann in der kurzen Zeit als Einheit zusammengewachsen sind – dafür einfach nur ein großes Dankeschön an alle. An die Fans, die vielen ehrenamtlichen Helfer, die Mitarbeiter. Ganz besonders auch an Insolvenzverwalter Dr. Theile und Herrn Dr. Bender. Aber natürlich auch an die Gläubiger und Sponsoren, die den Verein immer tatkräftig unterstützt haben. Wir sind auf dem richtigen Weg und werden diesen weiter Schritt für Schritt gehen.

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