1. MannschaftTuS Koblenz und FC Karbach trennen sich 2:2-Unentschieden

08/11/2022
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Auch im sechzehnten Pflichtspiel in Folge sollte die TuS Koblenz nach 90 gespielten Minuten ungeschlagen bleiben, dennoch waren es am Sonntag beim 2:2-Unentschieden im Stadion Oberwerth die Hunsr√ľcker aus Karbach, die sich in den Armen lagen, w√§hrend die Sch√§ngel eher entt√§uscht wirkten.

Die TuS startete mit 30 Punkten aus 13 Spielen als Favorit in die Begegnung. Karbach, nach dem Pokalspiel gegen Engers zudem ersatzgeschwächt, steckte mit 15 Punkten aus 13 Begegnungen mitten im Kampf um einen Platz in der Aufstiegsrunde.

Wenig √ľberraschend also, dass beide Mannschaften vor 1048 Zuschauern schwungvoll in die Begegnung starteten. Die erste Gelegenheit bot sich nach vier Minuten: Sent√ľrk kl√§rte einen Kopfball der G√§ste nach einem Eckball auf der Linie. Nur zwei Minuten sp√§ter war es auf der anderen Seite Shaqiri, der das Karbacher Tor nur knapp per Kopf verfehlte. Nach 13 Spielminuten war die Torlosigkeit allerdings pass√©: Damir Grgic, der gro√ü gewachsene Defensivspieler der Sch√§ngel, bekam einen ungl√ľcklich abgewehrten Ball vor die F√ľ√üe und jagte den Ball aus naher Distanz humorlos unter die Latte, das 1:0 f√ľr die TuS Koblenz. Und es h√§tten auf beiden Seiten im ersten Durchgang noch weitere Treffer fallen k√∂nnen, doch Max Wilschrey und Yannick Rinker verfehlten auf Karbacher Seite denkbar knapp, Andr√© Mandt scheiterte auf Seiten der TuS nach einer halben Stunde am Pfosten.

So ging es mit der knappen Pausenf√ľhrung f√ľr die Sch√§ngel in die Kabinen. War die erste Halbzeit schon spannend und von vielen gef√§hrlichen Momenten gepr√§gt, so konnten die zweiten 45 Minuten das Geschehene noch deutlich √ľbertreffen.

Turbulente Szenen und Momente gab es fr√ľh in Durchgang zwei auf beiden Seiten, doch trafen die Sch√§ngel offensiv zu h√§ufig die falsche Entscheidung und so war es im Laufe der zweiten Halbzeit Torh√ľter Jonas Bast zu verdanken, dass man noch keinen Ausgleichstreffer kassiert hatte: Nach etwas mehr als 50 Minuten kl√§rte Bast einen gef√§hrlichen Eckball auf der Linie, nicht die letzte Rettungstat des jungen Schlussmannes der Sch√§ngel. Nach 57 Minuten foulte Umut Sent√ľrk den Karbacher Hornetz im Sechzehner. Den f√§lligen Strafsto√ü, geschossen von Ex-Sch√§ngel Tobias Jakobs, parierte Bast stark. Zehn Minuten sp√§ter auf der anderen Seite beinahe das gleiche Bild: Dylan Esmel wird von Bauer im Sechzehner regelwidrig zu Fall gebracht, Strafsto√ü f√ľr die TuS. Doch auch hier blieb der Torwart Sieger: Florian Bauer ahnte das richtige Eck und parierte den platzierten, aber nicht sonderlich hart geschossenen, Elfmeter von Andr√© Mandt (67.).

Drei Minuten sp√§ter bebte das Stadion Oberwerth dann, als der eingewechselte Dominic Fu√ü einen missgl√ľckten Sawaneh-Abschluss unter die Latte zum 2:0 jagte. Die Freude √ľber den Treffer w√§hrte allerdings nur kurz, sehr kurz sogar: Tobias Jakobs bediente nur eine Minute sp√§ter den im Zentrum entwischten Kevin Leidig mit einem Flachpass von links, dieser brauchte das Leder lediglich √ľber die Linie zu gr√§tschen, die Karbacher mit dem 2:1-Anschlusstreffer. Mit offenem Visier gingen die Hunsr√ľcker in die Schlussminuten, wohlwissend, dass sie nur ein einziger Treffer von einem Punktgewinn trennte, doch auch den Sch√§ngeln boten sich R√§ume und M√∂glichkeiten. Die gr√∂√üte davon besa√ü der nach langer Leidenszeit kurierte Yusupha Sawaneh, als er in der 89. Spielminute dem Karbacher Eberhardt den Ball vom Fu√ü luchste und sich pl√∂tzlich in einer Zwei-gegen-Eins-Aktion frei vor Torwart Bauer befand. Doch anstelle den Ball zum besser positionierten Jacob Pistor durchzustecken, entschied sich Sawaneh f√ľr den eigenen Abschluss, den Bauer gerade noch so abwehren konnte. Und so kam es, wie es kommen musste: Karbach setzte in den Schlussminuten den Lucky Punch und traf nach einem verl√§ngerten Einwurf in der 90. Spielminute zum Ausgleich. Der Torsch√ľtze: ausgerechnet der Ex-Sch√§ngel und bisherige Ungl√ľcksrabe Tobias Jakobs. In der dritten Minute der Nachspielzeit h√§tte Karbachs Toptorj√§ger Wilschrey den Spie√ü sogar g√§nzlich umdrehen k√∂nnen, doch Wilschrey scheiterte knapp am TuS-Tor.

Betrachtet man den gesamten Spielverlauf, w√§re das wohl auch etwas zuviel des Guten gewesen. Das 2:2-Unentschieden auf dem Oberwerth war f√ľr die TuS aufgrund des sp√§ten Ausgleichstores zwar ungl√ľcklich, aber durchaus nicht unverdient.

F√ľr die TuS Koblenz spielten:
Bast – Grgic, Stahl, Redjeb – Mahrla, Hadzic, Mandt (68. Fu√ü), Sent√ľrk (68. Farajli) – Qenaj (61. Wingender), Esmel (81. Pistor) – Shaqiri (68. Sawaneh)

Tore:
1:0 Damir Grgic (13.)
2:0 Dominic Fuß (70.)
2:1 Kevin Leidig (71.)
2:2 Tobias Jakobs (90.)

Besondere Vorkommnisse:
Bast hält Foulelfmeter von Tobias Jakobs (57.)
Bauer hält Foulelfmeter von André Mandt (67.)

Zuschauer:
1048

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Der Verein

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Das Jahr 1910 gilt mit der Gr√ľndung des FC Concordia als Geburtsstunde des Fu√üballs in Neuendorf. Nur ein Jahr sp√§ter folgte der FC Deutschland Neuendorf. Die Sch√ľler Johannes Kottemeier, Peter Nick, Peter Miltz, Wilhelm Miltz, Fritz Holz, Peter Schwolen, Heinrich Lamberti, Karl Bohr, Johann Blank, Wilhelm Lotz und Josef Schellenbach legten 1911 den Grundstein zur heutigen TuS Koblenz.

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